Früher gab es den §7b und danach die Eigenheimzulage, mit der gefördert wurde, dass sich jemand Wohnungseigentum anschaffte. Heute gibt es keinerlei Förderung mehr.
Es könnte ab sofort ein Förderprogramm geben, das den Staat keinen Cent kostet, vielen aber die Möglichkeit gibt, Eigentum zu erwerben:
1. Bürgschaft
Die Banken verlangen heute ein Eigengeld von rund 20% des Kaufpreises. Auch die Erwerbsnebenkosten (Notar, Grunderwerbsteuer, Courtage) müssen aus Eigengld aufgebracht werden.
Der Staat könnte diese rund 30% des Gesamtaufwandes gegenüber der finanzierenden Bank verbürgen.
Das wird natrülich nur dann geschehen, wenn die Finanzerungsbeöastung für den Erwerber langfristig tragbar ist.
So kann denjenigen geholfen werden, die das Eigenkapital nicht ansparen konnten oder Mietern, die von dem Vorkaufsrecht bzgl. ihrer Wohnung überrascht werden.
2. Tilgungszulage
Zusätzlich könnte ein Tilgungszuschuss gezahlt werden in den ersten 10 Jahren nach dem Erwerb: Für jeden Euro, den der Erwerber tilgt, legt der Staat einen Euro drauf - gedeckelt bei 2.00€ pro Jahr.
So könnte der Erwerber in den ersten 10 Jahren rund 40.000€ tilgen, er wird also zum sparen motiviert.
Diese "Tilgungszulage" könnten aus einer Vermögenssteuer stammen. Denn: Was nützt eine Vermögenssteuer, die in den allgemeinen Haushalt fließt. Die Vermögenssteuer sollte dazu dienen, die Vermögensunterschiede auszugleichen.
immobilienhai - 2. Sep, 13:11
Wer sich dafür einsetzt, dass möglichst viele Menschen Grundeigentümer werden, der darf den Mieterschutz nicht überdehnen. Sonst wird es für Mieter unattraktiv, Eigentümer zu werden.
Der heute vorhandene Mieterschutz in Deutschland muss also drastisch reduziert werden.
1. Miethöhe
Wenn Mieten kraft Gesetzes sehr niedrig gehalten werden, dann kann es finanziell erheblich günstiger sein, Mieter zu bleiben statt Eigentümer zu werden.
Dass die Vermieter dann u. U. zu wenig Mittel haben, um ihre Gebäude instandzuhalten, ist ein gewichtiges zusätzliches Gegenargument.
Es ist auch nicht einzusehen, warum -wie heute geregelt- Mieten nur z. B. um 15% innerhalb von drei Jahren erhöht werden dürfen. Das gilt ja sowieso nur für Mieten, die auch dann noch unter dem Wert des Mietpreisspiegels bleiben.
Wenn bei einem Wohnungswechsesl eine höhere Miete droht, kann das viele veranlassen, in ihrer bisherigen (z. B. zu großen) Wohnung zu bleiben. Der Mieterschutz behindert hier auch die Mobilität.
2. Kündigungsschutz
Wenn ein Mieter durch die Mietgesetzgebung praktisch unkündbar wird, dann werden ihm bezüglich der Nutzungsdauer eigentümerähnliche Rechte zugeschrieben.
Auch das kann ihn dazu veranlassen, Eigentum nicht anzustreben.
Die Konsequenz:
a) Mieterhöhungen zulassen
Der Gesetzgeber sollte es ermöglichen, dass die Miete durch den Vermieter an die Miethöhe bei einer Neuvermietung angepasst werden darf.
Die Fristen hierfür sollten nicht mehr als zwei Jahre betragen.
Wenn ein Mieter bisher schon eine Miete zahlte, die deutlich unter dem Marktpreis lag, dann gibt es keinen Grund, ihn gegenüber anderen weiterhin gesetzlich zu bevorteilen.
Sollte ihm die Zahlung aufgrund seiner finanziellen Verhältnisse nicht möglich sein, so steht ihm hier Wohngeld zu.
b) Kündigung ermöglichen
Generell sollte ein Vermieter seinem Mieter kündigen dürfen. Die Frist sollte 18 Monate nicht überschreiten.
Dieser Zeitraum ist für einen Mieter ausreichend, um sich eine Ersatzwohnung zu suchen.
Die Wartefristen bei Genossenschaften oder Wohnungen der öffentlichen Hand sind generell nicht größer als diese Frist.
Sofern diese Gesetze geändert werden, würden Eigentumswohnungen für die derzeitigen Mieter an Attraktivität gewinnen.
Der Neubau würde verstärkt werden wegen der steigenden Nachfrage. Durch den Umzug in neue Eigentumswohnungen würde sich der Bestand an frein Mietwohnungen erhöhen.
Und auch die Privatisierung des Bestandes durch Umwandlung von Miet- in eigentumswohnungen würde durch die dann erhöhte Nachfrage gefördert weren.
immobilienhai - 1. Sep, 15:12
Auf 6,5% will Schleswig-Holstein die Grunderwerbsteuer erhöhen ab dem 1.1.2014
http://www.haufe.de/immobilien/wirtschaft-politik/schleswig-holstein-erhoeht-grunderwerbsteuer-auf-65-prozent_84342_172568.html.
Wer also z. B. aus beruflichen Gründen in/nach Kiel umziehen wil, der soll für eine Normalwohnung von ca. 80qm mit einem Preis von rund 200.00€ eine Wohnungswechselsteuer von 13.000€ zahlen.
Zusätzlich werden noch rund 900€ Notargebühren und 600€ Grundbuchkosten fällig. Meist auch noch eine Courtage von rund 6.000€ - also insgesamt 20.500€!
Bei einem Mieter dagegen wird bei einem Wohnngswechsel keinerlei Steuer erhoben. Der Mietvertrag ist -gesetzlich!- ohne Gebühr auszufertigen. Die Maklercourtage ist -gesetzlich!- auf zwei Monatsmieten gedeckelt. In unserem Beispiel auf rund 1.000€.
Der Wohnungseigentümer seht also und 19.500 € schlechter da als ein Mieter, wenn er seine Wohnung wechselt.
Mit dieser Ungerechtigkeit muss Schluss sein. Wer will, dass mehr Menschen Grundeigentümer werden, der darf die eigengenutzte Wohnung nicht derart mit Steuern und Zwangsgebühren belasten.
Auf Grunderwerbsteuer muss verzichtet werden. Die Notarkosten sind bei 500€ zu deckeln, die Grundbuchkosten bei 100€ und die Maklercourtag bei 1% - sofern eine Wohnung selbst genutzt wird.
Dann würde der Eigentümer mit 2.600€ Kosten noch immer das 2,6-fache eines Mieters zahlen. Das würde dann ausreichend berücksichtigen, dass ein Wohnungseigentümer wirtschaftlich stärker ist als ein Mieter.
Es darf nicht sein, dass die Belastung für Eigentümer derart ausgeweitet wird, dass es wirtschaftlich attraktiver ist, Mieter zu bleiben.
immobilienhai - 31. Aug, 17:50
Eine Untersuchung von 250.000 Wohnungen in Hamburg beweist: Es gibt keine Wohnungsnot. Bezahlbarer Wohnraum ist ausreichend vorhanden.
( Hamburger Abendblatt heute: Neue-Hoffnung-fuer-den-Hamburger-Wohnungsmarkt - am besten bei google suchen, da ein Link nur zu Bezahlinhalten führt)
Natürlich sind die preiswerten Wohnungen nicht in den sehr begehrten Lagen zu finden. Und es macht Sinn, sich bei der SAGA/GWG zu melden, besonders wenn man berechtigt ist, eine Sozialbauwohnung zu beziehen.
Eine gute Alternative sind Genossenschaftswohnungen. Sie haben zwar Wartelisten, sind aber erheblich günstiger als sonstige Wohnungen von privaten Vermietern - und man ist dort vor Kündigungen sicher.
In städtischen Wohnungen oder in Genossenschaftswohnungen zu wohnen, das ist besonders für Einkommensschwache die beste Alternative zum Wohnungseigentum.
Der Mieterverein und die auf Sensationen heißen Medien malen natürlich lieber ein düsteres Szenario. Die Medien wollen Auflage verkaufen, der Mieterverein will Mitglieder gewinnen. Und er will zeigen, dass er etwas für seine Mitglieder tut.
Die Politiker fallen natürlich gerne auf das Spielchen rein.
Aktuell vor den Wahlen wird allen Wohnnugssuchenden versprochen, die Mieten bei Neuvemietung zu deckeln. Obwohl nur rund 5% der Mieter oder rund 2,5% der Bevölkerung nach einer Wohnung suchen. Also recht wenig Profiteure und damit Wähler, die man kaufen kann.
Da ist es natürlich für Politiker noch lohnender, diejenigen Mieter zu poussieren, die derzeit eine sehr günstige Miete haben. Ihnen will man am liebsten versprechen, dass die nie erhöht wird.
Eine Mieterhöhung darf heute sowieso nur bis zum zutreffenden Mietpreisspiegelwert erfolgen. Wenn also die Erhöhung gedeckelt wird, dann sind nur Mieten betroffen, die deutlich unter dem Mietpreisspiegel liegen - und damit sowieso besonders begünstigt sind.
Und diesen Menschen wird versprochen, dass ihre Begünstigung nur ganz langsam abgebaut wird - ohne dass nach ihrer Bedürftigkeit gefragt wird.
Das ist es, was auch Politikverdrossenheit schafft: Demokratie heißt, den Wählern finanzielle Vorteile versprechen, wenn man sie wählt.
Wähler werden also gekauft. Diese Art von Demokratie vermutete man bisher nur bei Bananenrepubliken.
immobilienhai - 31. Aug, 10:36
Heute starte ich hier einen neuen Blog. Es geht um Daten und Fakten zum Thema "Wohnimmobilie".
Grundeigentum breiter streuen
Meine Meinung: Wer Eigentum breiter streuen will, wer die Vermögens- und Einkommenunterschiede verringern will, der muss sich mit dem Thema "Wohnimmobilien" befassen.
Heute wohnen in Deutschland rund 50% der Bürger in der ihnen gehörenden Immobilie, in Großstädten oft nur 20%. In Spanien sind es 90% Grundeigentümer.
Das Ziel: 90% Grundeigentümer in Deutschland
Das politische Ziel sollte sein, dass auch in Deutschland 90% der Bürger (und mehr) in der eigenen, vollständig bezahlten Immobilie wohnen.
Das wäre ein großer Schritt zu einer besseren Streuung des Eigentums am Immobilienvermögen in Deutschland.
Wer in der bezahlten, eigenen Immobilie wohnt, der
* zahlt keinen Mietzins mehr an einen Vermieter, der ihm ja indirekt Geld leiht in Höhe des Wertes der vermieteten Immobilie,
* zahlt keinen Zins mehr an eine Bank oder einen Geldverleiher,
* erhält nie wieder eine Mieterhöhung,
* hat ein höheres Nettoeinkommen durch die ersparte Miete,
* verfügt auch im Rentenalter durch die Mietersparnis über mehr Geld,
* hat Mitbestimmungrechte bezüglich des gemeinschaftlichen Eigentums (bei einer Eigentumswohnung),
* bestimmt über seine Wohnung, Einbauten, Modernisierungen selbst - sie bleiben in seinem Eigentum,
* verfügt über ein namhaftes Vermögen und damit eine gute Bonität,
* profitiert von einer Preisentwicklung durch Inflation,
* hat sein Vermögen inflationssicher angelegt,
* nutzt Steuervorteile - denn eine Miete muss er aus versteuertem Einkommen bezahlen. Die ersparte Miete bzw. der Zins aus dem Wohnungsvermögen bleibt dagegen steuerfrei,
* genießt Steuerfreiheit bezüglich einer Preissteigerung - sollte er die Wohnung einmal veräußern,
* verfügt über ein Vermögen in Höhe des Wertes der Wohnung - welches er in Krisensituationen durch Beleihung zinsgünstig aktivieren kann,
* wird als Vermögender mit nur geringer Wahrscheinlichkeit von Transferleistungen des Staates abhängig werden,
* kann seine Wohnung vererben oder den Wert in Form einer Zusatzrente aufbrauchen (Leibrente) - und trotzdem bis zum Lebensende mietefrei wohnen,
immobilienhai - 31. Aug, 09:21